Für alle die mit dem Gedanken spielen an einen amerikanische VCs heranzutreten, hab ich nachfolgend ein paar Tipps. Herzlichen Dank an dieser Stelle insbesondere an Michael, der mir zahlreiche Punkte geschickt hat, die er während Gesprächen auf der letzten TechTour notiert hat.
  • Für einen Exit in die USA oder ein Investment aus den USA liegt die Zeitspanne im Schnitt bei acht bis neun Monaten.
  • Für die Durchführung einer Transaktion ist die Einbeziehung von deutschen als auch amerikanischen Anwälte obligatorisch.
  • Ohne die Beschäftigung von C-Level-Personal direkt in den USA wird der Einstieg eines VCs aus den USA selten funktionieren.
  • Amerikaner mögen Pipelines (z.B. noch unabgeschlossene Kundenverträge, etc.), die die Phantasie anregen.
  • Es sollten für die nächsten drei Jahre mindestens 100 Mio. US-$ an Revenues in Aussicht gestellt werden.
  • Noch mehr als deutsche VCs achten amerikanische darauf, dass Umsatzprognosen, die man zu Beginn der Gespräche in Aussicht stellt, eingehalten werden (wie zuvor bereits geschrieben sollte man beachten, dass die Zeitspanne bis zum Abschluss gut und gerne acht bis neun Monat betragen kann). Am besten mit kleinen Zahlen kalkulieren, die auf jeden Fall erreicht werden können.
  • Im Schnitt hört ein amerikanischer VC pro Jahr rund 46 Pitches und investiert in zwei Unternehmen. Im Idealfall wird man mit der Empfehlung einer anerkannten Person zum VC geschickt („Recommendation-Preselect“).
  • VCs mögen Teams, die sich an Marktveränderungen anpassen und im Zweifelsfall Geschäftsmodelle nochmals drehen.
  • In der ersten Präsentation darf auf keinen Fall die gewünschte Bewertung für die nächste Runde präsentiert werden. Die Bewertung der letzten Runde kann transparent gemacht werden.
  • Amerikaner mögen keine NDAs. Wer auf den Abschluss einer NDA besteht, der hat bereits von Beginn an verloren.
Welche Erfahrung habt Ihr gemacht? Stimmt Ihr einzelnen Punkte nicht zu oder könnt Ihr noch welche ergänzen?

3 COMMENTS

  • http://www.grauezelle.net Julian Tosun

    Ich finde, NDAS gehören einfach dazu, ist ja für den VC eh nicht die Riesenarbeit. Wie will man den sichergehen, dass Ideen nicht geklaut werden? Professionelle VCs sollten doch die Gegebenheiten doch kennen, egal aus was für einem Land sie sind. :(

  • http://www.seedfinance.de Andi

    Folgendes hab ich im Hinblick auf NDAs soeben noch gefunden:
      http://www.ftd.de/karriere_management/gruendung/:...
     
    Ich kann es durchaus verstehen, dass auf eine NDA bewusst verzichtet wird. Da ich aus eigener Erfahrung weiss, dass NDAs häufig nicht das Papier wert sind auf dem sie gedruckt sind, würde ich im Vorfeld versuchen die Reputation des Partners abzuschätzen und - wie im Artikel von Roland Manger auch empfohlen - das Vertrauen ggf. Schritt für Schritt aufzubauen.

  • http://www.seedfinance.de/2008/10/02/amerikanischer-venture-capital-markt/ Amerikanischer und deutscher Markt für Venture Capital | Seedfinance

    [...] deutschen und amerikanischen Markt für Venture Capital” (Part 2 folgt in Kürze) und “Tipps für den Umgang mit den amerikanischen VCs/BAs” ganz [...]