Post by :
Andreas DenglerPosted on :
September 04, 2008
Für alle die mit dem Gedanken spielen an einen amerikanische VCs heranzutreten, hab ich nachfolgend ein paar Tipps. Herzlichen Dank an dieser Stelle insbesondere an Michael, der mir zahlreiche Punkte geschickt hat, die er während Gesprächen auf der letzten TechTour notiert hat.
- Für einen Exit in die USA oder ein Investment aus den USA liegt die Zeitspanne im Schnitt bei acht bis neun Monaten.
- Für die Durchführung einer Transaktion ist die Einbeziehung von deutschen als auch amerikanischen Anwälte obligatorisch.
- Ohne die Beschäftigung von C-Level-Personal direkt in den USA wird der Einstieg eines VCs aus den USA selten funktionieren.
- Amerikaner mögen Pipelines (z.B. noch unabgeschlossene Kundenverträge, etc.), die die Phantasie anregen.
- Es sollten für die nächsten drei Jahre mindestens 100 Mio. US-$ an Revenues in Aussicht gestellt werden.
- Noch mehr als deutsche VCs achten amerikanische darauf, dass Umsatzprognosen, die man zu Beginn der Gespräche in Aussicht stellt, eingehalten werden (wie zuvor bereits geschrieben sollte man beachten, dass die Zeitspanne bis zum Abschluss gut und gerne acht bis neun Monat betragen kann). Am besten mit kleinen Zahlen kalkulieren, die auf jeden Fall erreicht werden können.
- Im Schnitt hört ein amerikanischer VC pro Jahr rund 46 Pitches und investiert in zwei Unternehmen. Im Idealfall wird man mit der Empfehlung einer anerkannten Person zum VC geschickt („Recommendation-Preselect“).
- VCs mögen Teams, die sich an Marktveränderungen anpassen und im Zweifelsfall Geschäftsmodelle nochmals drehen.
- In der ersten Präsentation darf auf keinen Fall die gewünschte Bewertung für die nächste Runde präsentiert werden. Die Bewertung der letzten Runde kann transparent gemacht werden.
- Amerikaner mögen keine NDAs. Wer auf den Abschluss einer NDA besteht, der hat bereits von Beginn an verloren.
