Die KfW informiert in ihrem aktuellen WirtschaftsObserver (Nr. 41, November 2008) über den informellen Beteiligungskapitalmarkt in Deutschland - also den intransparenten Markt für Business Angel-Beteiligungen. Informeller vs. formeller Markt Der informelle Beteiligungskapitalmarkt unterscheidet sich zwischen dem formellen im Wesentlichen dadurch, dass beim informellen keine Mittler zwischengeschaltet sind. Sprich, das Kapital wird direkt vom Kapitaleigner (Business Angel) in ein Unternehmen investiert. Venture Capital-Gesellschaften werden dem formellen Beteiligungskapitalmarkt zugeordnet, da sie in der Regel das Geld von institutionellen Investoren (z.B. Banken, Versicherungen, etc.) verwalten und als Mittler in aussichtsreiche Unternehmen investieren. Vergleich Deutschland / USA Am interessantesten finde ich im WirtschaftsObserver den Vergleich zwischen dem deutschen und amerikanischen Markt für Business Angel-Beteiligungen. Hier drei Kennzahlen aus dem Vergleich:
  • In Deutschland sind geschätzte 2.700 bis 3.400 Business Angels aktiv. In den USA wird die Zahl auf rund 258.200 geschätzt.
  • Während in Deutschland pro 1 Mio. Einwohner ca. 33-41 Business Angels vertreten sind, sind es in den USA rund 850.
  • Das durchschnittliche Finanzierungsvolumen pro Business Angel und Unternehmen beträgt in Deutschland rund 100.000 bis 200.000 Euro, in den USA rund 332.000 Euro.
Fazit Nachdem ich vergangene Woche bereits die ZEW-Studie zum Markt für Business Angels-Investitionen empfehlen konnte, kann ich auch den aktuellen WirtschaftsObserver der KfW jedem ans Herz legen, der im Augenblick darüber nachdenkt, Business Angels für sein Startup zu begeistern. Der WirtschaftsObserver ist dazuhin auch deutlich kürzer als die doch sehr umfangreiche ZEW-Studie. Download Der WirtschaftsObserver, welcher von Dr. Katrin Ullrich verfasst wurde, kann hier kostenlos heruntergeladen werden.

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