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17. Dezember 2008 - 16:30 Uhr

VZ-Gruppe (studiVZ, schuelerVZ, …) schrumpft zusammen

Posted by: Daniel Verst

Wie Holger Schmidt in seinem Blog “Netzökonom” vermeldet, werden die beiden letzten verbleibenden Gründungsmitglieder Dennis Bemmann und Michael Brehm das Studentennetzwerk studiVZ zum Jahresende 2008 verlassen. Ehssan Dariani, das dritte Gründungsmitglied, hatte studiVZ bereits Anfang 2007 nach dem Verkauf an Holtzbrinck verlassen. Neben diesen Personalien wurde eine weitere strategisch spannende Entscheidung getroffen: Die Auslandsaktivitäten der VZ-Gruppe werden zum Januar 2009 komplett eingestellt.

Personalien

Ob der Abschied von Dennis Bemmann und Michael Brehm wie dargestellt wirklich seit langem geplant war, oder ob auch der Wechsel an der Spitze von studiVZ mit ein Grund für das Ausscheiden ist, ist reine Spekulation. Dennoch beschreibt der Fall aus meiner Sicht wieder einmal die Heuristik, dass Gründer und Manager grundverschieden sind und es für ein junges Unternehmen sehr schwierig ist, die Phase zwischen Gründungsstimmung und professionellem Management zu meistern.

Bemühungen im Ausland

Zum 20. Januar 2009 werden die Ableger estudiLN, studentIX, studiLN und studiQG aus dem Netz genommen. Jedoch können sich dort angemeldete Nutzer wieder anmelden - in einem englischsprachigen meinVZ, das den deutschen Namen behält. Diesen Schritt kann man ohne Frage als das Eingeständnis der gescheiterten Internationalisierung sehen. Noch im Sommer vergangenen Jahres sah Ex-Chef Marcus Riecke im Ausland Nachholbedarf. Auch der neue Dienst wird nicht länger als ein Jahr am Leben gelassen werden - so meine These.

Strategische Fokussierung

Die volle Konzentration gilt nun also Deutschland und den Netzwerken schuelerVZ, studiVZ und meinVZ. Aber auch hier stehen die Verantwortlichen vor noch nicht gelösten Fragen. So muss ein tragfähiges Geschäftsmodell gefunden und der Geschwindigkeit, mit der die Wettbewerber wie wer-kennt-wen oder Lokalisten wachsen, entgegengewirkt werden. Das sind nur zwei - wenn vielleicht auch die wichtigsten - Punkte, für die im Jahr 2009 eine Lösung gefunden werden muss. Und wer weiß, ob die jetzt vollzogenen Handlungen nicht doch schon als Vorbereitung für eine bevorstehende Übernahme durch Facebook zu sehen sind?

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