Seit etwas mehr als einem Monat ist Google Friend Connect nun online. Einige Blogs haben schon damit experimentiert und das Widget in die Sidebar integriert. Doch nun kommen erste fragende Stimmen auf: Was bringt Google Friend Connect wirklich? Dies fragt sich unter anderem AlterFalter. Ebenso stellt sich das Meinungs-Blog und derEcki die Frage und haben als Konsequenz das Widget jetzt gar wieder entfernt, da es dem Anschein nach keinen Nutzen stiftet und somit im Augenblick keinen Sinn macht.
Das Meinungs-Blog kritisiert insbesondere, dass der Community-Gedanke hinter Google Friend Connect nicht funktioniert. Demgegenüber steht Facebook Connect, auf was z.B. 2-blog.net setzt und dessen Integration mir ganz hervorragend gefällt. Anders als bei Friend Connect steht hinter Facebook Connect die Facebook Community. Facebook Connect ermöglicht es also das eigene Blog (bzw. die eigene Website) mit der Community hinter Facebook zu verbinden, was ich durchaus als sinnvoll erachte (z.B. dass Kommentare in einem Blog im Newsfeed auf Facebook erscheinen). Auch bin ich mir sicher, dass Facebook Connect, im Gegensatz zu Google Friend Connect, einen hohen Anteil zur Reichweite beitragen kann. Sobald ich etwas mehr Zeit habe, werde ich auf seedfinance.de Facebook Connect installieren.
In eigener Sache
Der Artikel “Geschäftsmodell für Soziale Netze ist endlich gefunden” von seedfinance.de-Autor Daniel Verst ist der bisher erfolgreichste Artikel hier im Blog. Daniel hat es mit diesem Artikel sogar ins Radio geschafft und durfte vergangenen Samstag der Sendung Trackback des Radiosenders FRITZ ein Interview geben. Trackback ist eine wöchentliche Radiosendung, die sich mit Themen rund um Blogs und Podcasts beschäftigt und jeden Samstag zwischen 18 und 20 Uhr ausgestrahlt wird. Die vergangene Sendung mit Daniel kann als MP3-File heruntergeladen werden. Sehr zu empfehlen ist auch der RSS-Feed für die Podcasts der Sendung.
Google mit Zahlen zu den Werbekunden
Lange Zeit hat Google ein großes Geheimnis um die Zahl seiner Werbekunden gemacht. Doch wie das so bei den meisten Geheimnissen früher oder später ist, werden sie irgendwann gelüftet. Auf stattliche 1 Million Werbekunden kommt Google zum Jahresende 2007 (so angegeben in einer Meldung an die amerikanische Börsenaufsicht SEC). Seit 2003 stieg die Anzahl an Werbekunden enorm. 2003 hatte Google noch 89.000 Werbekunden, 2004 schon 201.000, 2005 stieg die Zahl auf 360.000 und 2006 sogar auf 600.000. Aktuelle Expertenschätzungen gehen davon aus, dass sich die Zahl der Werbekunden im Jahr 2008 auf ca. 1,5 Millionen beläuft (ausgehend von den Wachstumsraten der Vorjahre).
Die New York Times meldet in ihrem Weblog Bits Blog, dass die durchschnittlichen Werbeausgaben pro Werbekunden seit 2003 kaum wachsen und sich auf jährlich rund 16.000 Dollar belaufen. Für die Tatsache, dass Google mit AdWords insbesondere auch den LongTail abgedeckt und somit sehr viele kleine Werbetreibende hat, finde ich diese Zahl allerdings schon sehr beachtlich. Burkhard Schneider vom best-practice-business.de wagt einen Ausblick auf die Entwicklung der Werbeeinnahmen bei Google im Jahr 2009.
Ist WKW bald die größte deutsche Community?
Wer-kennt-wen, das Social Network mit den beeindruckenden Wachstumsraten, scheint auch im Jahr 2009 auf der Überholspur zu bleiben. Zumindest geurteilt nach den Zahlen der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW). Im Dezember 2008 kommt WKW auf 133,9 Mio. Visits und 4,3 Mrd. Page Impressions. WKW liegt damit zum zweiten Mal vor der ehemals größten deutschen Community StudiVZ (via). Interessante Grafiken, welche die IVW-Zahlen der in Deutschland tätigen Social Networks vergleichen, gibt es beim Netzökonom. Gespannt bin ich, wann es endlich AGOF- oder IVW-Zahlen von Facebook gibt.
Zahlen aus dem E-Commerce
Gleich eine ganze Reihe an spannenden Zahlen von E-Commerce-Anbietern gab es die vergangenen Tage bei Exciting Commerce. Demnach plant BuyVIP 2009 europaweit 70 Mio. Euro umzusetzen. Aktuelle Umsatzzahlen für 2008 nennt der BuyVIP- Mitgründer Gerald Heydenreich allerdings nicht. Im ersten Halbjahr wurden demnach 12 Mio. Euro umgesetzt, nach 6 Mio. Euro im Gesamtjahr 2007. Interessant ist der Vergleich zu Brands4Friends und vente-privee.com, welche demnach für 2008 mit Deutschlandumsätzen von 30 Mio. bzw. 25 Mio. Euro rechnen.
Mit einem Umsatz von über 1 Mrd. US-Dollar hat der US-Schuhversender Zappos sein Ziel für 2008 erreicht, so der Finanzchef im Blog. Sehr beachtlich, wenn man bedenkt, dass Zappos im Jahr 2003 noch keine 70 Mio. US-$ Umsatz gemacht hat. Etsy hat im Jahr 2008 einen Umsatz von 88,3 Mio. US-$ erzielt, nach unter 30 Mio. US-$ im Jahr 2007. Das gesetzte Ziel von 100 Mio. US-$ Umsatz konnte somit nicht erreicht werden, was u.a. mit Sicherheit am turbulenten Jahr 2008 lag (CEO ist zurückgetreten, weitere zwei Gründer haben das Unternehmen verlassen).
CyberPort, eine Burda-Tochter, hat als erster Elektronikversender seine Umsätze für 2008 veröffentlicht. Diese konnten gegenüber 2007 um 42 Prozent auf 181,7 Mio. Euro gesteigert werden. Gründe für das starke Wachstum macht das Unternehmen leider nicht (zum Vergleich: Notebooksbilliger hat seine Umsatzerwartungen für 2008 zuletzt von 300 Mio. Euro auf 270 bis 280 Mio. Euro reduziert, Home of Hardware (HoH) senkte seine Umsatzprognose – von 100 Mio. Euro auf 80 Mio. Euro).
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