
Wie heute
bekannt wurde, hat es
Luupo nicht geschafft eine dringend notwendige Finanzierungsrunde erfolgreich abzuschließen. "Wir haben einen wilden Galopp durch die Finanzbranche erlebt", äußert sich Gründer Jörn Kunst gegenüber
deutsche-startups.de. Die Konsequenz des ergebnislosen Galopps ist die Entscheidung, dass die Plattform verkauft wird. Anscheinend ist es nicht absehbar, dass der Cashflow von Luupo das operative Geschäft trägt, andernfalls hätten sich sicherlich Optionen für die Gründer aufgetan. Schließlich verkauft man als Gründer sein "Baby" ja nicht so ohne weiteres (zumindest nicht, wenn es sich um einen offensichtlichen Notverkauf handelt).
Bisherige Zahlen
Ende Juli 2007 ging Luupo an den Start und konnte seither 21.000 User für sich begeistern. Insgesamt wurden ca. 300.000 Einsätze erworben, was einem Umsatz von rund 120.000 Euro entspricht (ein Einsatz kostet 0,40 Cent). Verkauft wurden rund 5.500 Artikel.
Luupo vs. Swoopo
Als ich heute morgen von der Entscheidung bei Luupo gehört habe, ist mir spontan ein Vortrag von
Bernd Skiera, Professor für E-Commerce an der
Universität Frankfurt und Experte auf dem Gebiet "dynamische Preismodelle", wieder eingefallen (
wie berichtet).
In seinem bemerkenswerten Vortrag auf dem Pangora E-Commerce-Kongress im vergangenen Herbst hat Bernd Skiera Luupo und
Swoopo miteinander verglichen und kam zum Ergebnis, dass Swoopo funktioniert und Luupo nicht. Es scheint, dass Bernd Skiera recht behält. Jochen Kirsch hatte das Ergebnis von Bernd Skiera's Vortrag schön
zusammengefasst:
Beide Anbieter setzen auf "Auktionen mit Gebotskosten", bei Swoopo steigen die Preise mit jedem Gebot, bei Luupo fallen sie. Während Luupo erst bei hohem Traffic und entsprechend vielen Bietern optimal funktioniert, gibt es bei Swoopo die besten Schnäppchen vor allem dann, wenn nur wenige Nutzer mitbieten. Entsprechend bietet Swoopo das schnellere Erfolgserlebnis und in der Startphase das größere Potenzial für positive Mundpropaganda.
Verkaufschancen der Plattform
Man darf gespannt sein, ob die Gründer es schaffen die Plattform zu einem angemessenen Preis zu verkaufen und wie es anschließend bei Luupo weitergeht. Ohne eine Anpassung des Geschäftsmodells wird es einem neuen Eigentümer vermutlich nicht gelingen die Plattform zum Erfolg zu führen. Interessenten empfiehlt es sich die Gründer
Jörn Kunst und
Kris Kunst direkt zu kontaktieren.