Es ist das Thema in dieser Woche. Der Mircobloggingdienst Twitter will zukünftig nicht nur die Tweets - die Kurznachrichten der Twitter-Nutzer - durchsuchen, sondern auch das Web - und das im Gegensatz zu Google & Co. in Echtzeit. Das gab Vice President Santosh Jayaram in einem Interview mit CNET bekannt. Der Traum einer vollendeten Suchmaschine scheint näher zu kommen. Die überlegene technische Intelligenz (Google) gepaart mit der Weisheit der Massen (Twitter). Doch es gibt Zweifel.
Twitter, der Dienst der es jedem erlaubt in 140 Zeichen zu schreiben was er gerade macht, hat in den letzten Wochen den Tipping Point (siehe Netzwerkeffekt) wohl endgültig erreicht. Der Dienst wächst, wächst und wächst. Schon heute lassen sich die wichtigsten Themen, die die Twitterwelt aktuell bewegen, ablesen. Die Relevanz der Erkenntnis bietet jedoch noch wenig Mehrwert.
Twitter will Links verfolgen
Neu ist jetzt, dass Twitter die Links, die die Nutzer einstellen, zukünftig verfolgen und indexieren will. Bisher wurden lediglich die meistgenannten Wörter (Hashtags) in einem bestimmten Zeitraum analysiert. Im Grund öffnet sich Twitter erst jetzt nach außen; verlässt die eigene Welt.* Leider ist an diesem Punkt auch erst mal Schluss. Mehr als die im Dienst erstellten Links, unter Berücksichtigung der Reputation der Linkeinsteller, will Twitter zunächst nicht für die neue Suche nutzen.
Es fehlt ein Schritt zur nächsten Stufe qualitativ verbesserter Suchergebnisse




