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	<title>Seedfinance &#187; Live-Shopping</title>
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	<description>Entrepreneurship &#38; Finanzierung</description>
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		<title>Wrap-up #1: Preisbock, Roccatune, Google Ideas, Gründerinitiative Forum Kiedrich, Florida</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Jan 2009 07:32:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Till Ohrmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie bereits angekündigt, wird sich im Jahr 2009 auf seedfinance.de vieles tun (zumindest tu ich mein bestes dafür). Als erste Neuerung freu ich mich, das neue Format &#8220;Wrap-up&#8221; vorzustellen, in welchem Du Dich gerade befindest. Was ist das? Getreu dem Motte &#8220;in der Kürze liegt die Würze&#8221; werden in den &#8220;Wrap-up&#8221;-Postings die interessantesten Meldungen zusammengefasst, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Wie bereits angekündigt, wird sich im Jahr 2009 auf seedfinance.de vieles tun (zumindest tu ich mein bestes dafür). Als erste Neuerung freu ich mich, das neue Format <strong>&#8220;Wrap-up&#8221;</strong> vorzustellen, in welchem Du Dich gerade befindest. Was ist das? Getreu dem Motte &#8220;in der Kürze liegt die Würze&#8221; werden in den &#8220;Wrap-up&#8221;-Postings die interessantesten Meldungen zusammengefasst, die beim täglichen durchstöbern des Feedreaders als erwähnenswert erachtet werden und nicht genügend Stoff für einen ausführlichen Beitrag hergeben.

Der Fokus der Wrap-ups wird dabei auch weiterhin auf dem Schwerpunkt des Blogs liegen, doch zur Horizonterweiterung auch ausgewählte Themen abseits davon behandeln. Hinweis auf erwähnenswerte Neuigkeiten nehmen wir &#8211; wie immer &#8211; gerne über das <a title="Kontaktformular" href="http://www.seedfinance.de/contact" target="_self">Kontaktformular</a> oder unter info[ät]seedfinance.de entgegen. Ziel ist es, dass bis Ende 2009 rund 300 Wrap-ups veröffentlicht werden. Nichtsdestotrotz werden hier natürlich auch weiterhin zahlreiche Fachbeiträge zu lesen sein. Los geht&#8217;s&#8230;

<strong>Preisbock.de arbeitet profitabel</strong>

<a title="handelskraft.de" href="http://www.handelskraft.de" target="_blank">Handelskraft</a>, der Blog der Betreiber von <a title="Preisbock.de" href="http://www.preisbock.de" target="_blank">Preisbock.de</a>, <a title="Handelskraft: Jahresrückblick" href="http://www.handelskraft.de/2008-12-31/jahresrueckblick/" target="_blank">berichtet</a>, dass Preisbock.de im Jahr 2008 einen deutlich siebenstelligen Umsatz erzielte und dabei operativ profitabel arbeitet. Trotz aller Diskussionen um die Nachhaltigkeit von Live Shopping-Plattformen, wir erinnern uns an die Diskussionen nach der Schließung von <a title="Deutsche-Startups: Schutzgeld.de gibt auf" href="http://www.deutsche-startups.de/2008/11/11/schutzgeldde-gibt-auf/" target="_blank">Schutzgeld</a>, scheint es doch möglich zu sein, ein Live-Shopping-Portal profitabel zu betreiben. Respekt!

<strong>5.000 Euro gibt es bei Roccatune</strong>

Wie das Blog <a title="Zweipunktnull.org" href="http://www.zweipunktnull.org" target="_blank">zweipunktnull</a> <a title="Zweipunktnull: roccatune hat die Spendierhosen an und verlost 5000 Euro!" href="http://www.zweipunktnull.org/blog/2008/12/30/roccatune-hat-die-spendierhosen-an-und-verlost-5000-euro/" target="_blank">berichtet</a>, gibt es bei <a title="Roccatune.de" href="http://www.roccatune.de" target="_blank">Roccatune</a>, dem Online-Streaming-Services für Musik, 5.000 Euro <a title="Roccatune: roccatune bedankt sich und verlost 5.000 Euro" href="http://blog.roccatune.com/2008/12/23/roccatune-bedankt-sich-und-verlost-5000-euro/" target="_blank">zu gewinnen</a>. Allerdings werden diese nicht in bar ausbezahlt, sondern in Form von Werbeeinblendungen auf dem Portal. Um das Mediavolumen von 5.000 Euro zu ergattern, muss im Blogbeitrag lediglich ein Kommentar hinterlassen werden, in welchem beschrieben wird, für was Werbung geschaltet werden soll. Die Deadline für eine Bewerbung ist der  4. Januar 2009, 23:59 Uhr. Die bisherigen Kommentare sind recht interessant zu lesen. Genauso interessant find ich Mediadaten von Roccatune. Ein Link zum entsprechenden .pdf-File findet sich im Beitrag zur Aktion.

<strong>Google setzt auf Crowdthinking</strong>

Nachdem immer mehr Unternehmen auf die Einbeziehung ihrer Kunden in die Produktentwicklung setzen, zieht nun auch Google nach. Bei <a title="Google Product Ideas" href="http://productideas.appspot.com/" target="_blank">Google Product Ideas</a> kann man im Augenblick Ideen für Google Mobile hinterlassen. Andere User können die Vorschläge anschließend bewerten. Google hofft dabei natürlich, dass sich gute Ideen durch die User herauskristallisieren und sie ihre Produktentwicklung noch näher am Kunden orientieren können. Ideen-Sammelstellen für andere Produkte sollen im Laufe des Jahres folgen. Wie bei Google üblich, wurde auch speziell für dieses &#8220;Produkt&#8221; ein eigener <a title="Blog zu Google Product Ideas" href="http://googleproductideas.blogspot.com/" target="_blank">Blog</a> eingerichtet.

<strong>Gründerinitiative Forum Kiedrich</strong>

Burkhard Schneider vom Blog <a title="Best-Practice-Business.de" href="http://www.best-practice-business.de/blog/" target="_blank">best-practice-business</a> macht auf die <a title="Forum-Kiedrich.de" href="http://www.forum-kiedrich.de" target="_blank">Gründerinitiative Forum Kiedrich</a> <a title="Best-Practice-Business: Bis zum 6.1.2009 für den Gründermarkt des Forum Kiedrichs bewerben" href="http://www.best-practice-business.de/blog/?p=5779" target="_blank">aufmerksam</a>, welche von Klaus C. Plönzke, dem Vorstandsvorsitzender des VC <a title="Plönzke Holding AG" href="http://www.ploenzkeholding.com" target="_blank">Plönzke Holding AG</a>, 2001 initiiert wurde. Die Gründerinitiative Forum Kiedrich ist ein Zusammenschluss von Gründern, Mentoren, Business Angels und anderen Investoren. Ziel der Initiative ist die Förderung von wachstums- und gewinnorientierten Unternehmensgründungen sowie die Unterstützung junger Unternehmen im Bereich innovative Technologien. Bis zum 06. Januar können sich Startups und Gründer für den Gründermarkt im Februar bewerben. Prädikat: Empfehlenswert!

<strong>Florida setzt auf Venture Capital</strong>

Entsteht ein neues Silicon Valley in Florida? Wahrscheinlich nicht so schnell&#8230; Allerdings <a title="New York Times: Florida, the next hotbed of Venture Capital?" href="http://bits.blogs.nytimes.com/2008/12/29/florida-the-next-hotbed-of-venture-capital/" target="_blank">berichtet</a> die New York Times, dass der Staat 29,5 Millionen US-$ seines <a title="Florida Opportunity Fund" href="http://www.floridaopportunityfund.com/" target="_blank">Florida Opportunity Fund</a> in Venture Capital Fonds investiert, die junge Unternehmen in Florida unterstützen. Immer mehr VC-Gelder fließen außerhalb des Silicon Valleys, allerdings ist Florida bisher nicht als Hochburg von VC-Investitionen bekannt. Gemäß der <a title="National Venture Capital Association" href="http://www.nvca.org/" target="_blank">National Venture Capital Association</a> sind die wachstumsstärksten Regionen der letzten zehn Jahre New Mexico, Pittsburg, Seattle, Los Angeles und Columbia. Voraussichtlich wird nur ein kleiner Teil der in diesem Jahr in den USA erwarteten VC-Investitionen von 30 Milliarden US-$ in Florida investiert.]]></content:encoded>
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		<title>1 Milliarde Besucher bei Vente Privée</title>
		<link>http://www.seedfinance.de/2008/12/02/1-milliarde-besucher-bei-vente-privee/</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Dec 2008 21:49:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Till Ohrmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der französische Online-Shopping-Club Vente Privée ist weiterhin auf einem extrem beachtlichen Wachstumskurs, nachdem bereits auf dem diesjährigen Pangora E-Commerce Kongress hervorragende Zahlen veröffentlicht wurden (wie berichtet). Heute vermeldet der Anbieter, dass mittlerweile eine stolze Milliarde Besucher seine Verkaufsaktionen besucht hat (Anzahl der Besuche von Mitgliedern, die sich über eine Einladungs- oder Erinnerungsmail die Verkaufsaktionen angeschaut [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Der französische Online-Shopping-Club <a title="Vente Privee" href="http://www.vente-privee.de" target="_blank">Vente Privée</a> ist weiterhin auf einem extrem beachtlichen Wachstumskurs, nachdem bereits auf dem diesjährigen <a title="E-Commerce Kongress" href="http://www.e-commerce-kongress.de/" target="_blank">Pangora E-Commerce Kongress</a> hervorragende Zahlen veröffentlicht wurden (wie <a title="Vente Privée: Beeindruckende Story und imposante Zahlen des französischen Shopping-Clubs" href="http://www.seedfinance.de/2008/11/12/vente-privee-beeindruckende-story-und-imposante-zahlen-des-live-shopping-clubs/" target="_self">berichtet</a>). Heute vermeldet der Anbieter, dass mittlerweile eine stolze Milliarde Besucher seine Verkaufsaktionen besucht hat (Anzahl der Besuche von Mitgliedern, die sich über eine Einladungs- oder Erinnerungsmail die Verkaufsaktionen angeschaut haben).

<strong>398.000 Besuche pro Verkauf</strong>

Im Schnitt besuchen 398.000 Mitglieder einen Verkaufsevent. Ein beachtlicher Rekord wurde im Juni diesen Jahres erreicht: 1 Million Besucher bei einem einzigen Shopping-Event. Leider wurde nicht kommuniziert, was bei dem Event verkauft wurde. Ich bin mal gespannt, ob das im Weihnachtsgeschäft noch übertroffen wird. Wäre ja ein schöner Jahresausklang&#8230;

<strong>Einladung nach Paris</strong>

Die milliardste Besucherin, eine 35jährige Familienmutter, wurde nach Paris eingeladen, um einen Tag lang in der Zentrale einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und alle Etappen eines Shopping-Events kennenzulernen (auf dem Foto zu sehen mit Jacques-Antoine Granjon, dem Gründer und CEO von Vente Privée &#8211; zum vergrößern klicken, ich hab es endlich geschafft Lightbox zu installieren!). Abgerundet wurde ihr Aufenthalt laut einer Unternehmensmeldung mit einem Wochenende für die ganze Familie im Eurodisney. Ich denke mal, dass die gute Damen nun (noch) öfters bestellen wird, sofern die Angebote auch zukünftig so attraktiv wie in der Vergangenheit bleiben.

<strong>6,5 Millionen Mitglieder</strong>

Mit der Meldung über die milliardste Besucherin wurden auch neue Mitgliederzahlen veröffentlicht. Stand November 2008 verfügt Vente Privée europaweit über 6,5 Millionen registrierte User. Im November 2007 waren es noch 4,6 Millionen. Innerhalb eines Jahres konnte die Anzahl der registrierten User somit um beachtliche 41 Prozent gesteigert werden. Ich bin gespannt, ob Vente Privée auch zukünftig weiterhin derartig stark wächst.

<strong>2.800 Verkaufsevents</strong>

<strong> </strong>

Bisher hat Vente Privée rund 2.800 Verkaufsevents abgewickelt. Allein im Jahr 2008 wurden mehr als 1.250 Verkaufsevents mit 750 Marken realisiert. Der Preisnachlass liegt dabei zwischen 50 und 70 Prozent gegenüber dem üblichen Ladenpreis. Beachtlich, wenn man bedenkt, dass die Handelsspanne für Vente Privée noch rund 30 Prozent <a title="http://www.excitingcommerce.de/2008/11/vente-prive-kal.html" href="http://www.excitingcommerce.de/2008/11/vente-prive-kal.html" target="_blank">beträgt</a>.

<strong>Vente Privée vs. Brands4Friends vs. BuyVIP!</strong>

Gespannt bin ich, wie sich das Deutschlandgeschäft von Vente Privée zukünftig entwickelt. Nach letzten <a title="Exclusified!: Die Mitgliederzahlen von Vente Privée im Ländervergleich" href="http://www.exclusified.de/2008/11/die-mitgliederz.html" target="_blank">Informationen</a> hat Vente Privée in Deutschland rund 230.000 Mitglieder und mit <a title="Brands4Friends" href="http://www.brands4friends.de" target="_blank">Brands4Friends</a> sowie <a title="BuyVIP" href="http://www.buyvip.de" target="_blank">BuyVIP</a> zwei starke Konkurrenten. Sowohl Brands4Friends als auch BuyVIP konnten in den vergangenen Wochen jeweils beachtliche Kapitalerhöhungen durchführen. Vor wenigen Tagen <a title="Deutsche-Startups: Kräftige Finanzspritze für Shopping-Club brands4friends" href="http://www.deutsche-startups.de/2008/11/25/kraeftige-finanzspritze-fuer-shopping-club-brands4friends/" target="_blank">vermeldete</a> Brands4Friends, dass eine Kapitalerhöhung über 10 Mio. Euro erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Anfang November <a title="Deutsche-Startups: http://www.deutsche-startups.de/2008/11/04/gruner-jahr-steigt-bei-buyvip-ein/" href="http://www.deutsche-startups.de/2008/11/04/gruner-jahr-steigt-bei-buyvip-ein/" target="_blank">vermeldete</a> BuyVIP, dass eine Kapitalerhöhung im Millionenbereich erfolgreich durchgeführt wurde.

Eines haben die deutschen Mitbewerber allerdings nicht, sie arbeiten im Vergleich zu Vente Privée (noch) nicht profitabel. Die Franzosen schreiben bereits seit drei Jahren <a title="Exciting Commerce: Vente Privée kalkuliert mit 30% Preisaufschlag" href="http://www.excitingcommerce.de/2008/11/vente-prive-kal.html" target="_blank">schwarze Zahlen</a> und haben es geschafft ihre Plattform ohne Risikokapitalgeber in die Profitabilität zu führen (erst letztes Jahren haben sie 20 Prozent der Anteile <a title="Vente Privée: Beeindruckende Story und imposante Zahlen des französischen Shopping-Clubs" href="http://www.seedfinance.de/2008/11/12/vente-privee-beeindruckende-story-und-imposante-zahlen-des-live-shopping-clubs/" target="_blank">verkauft)</a>. Meiner Meinung nach sehr beachtlich!]]></content:encoded>
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		<title>Vente Privée: Beeindruckende Story und imposante Zahlen des französischen Shopping-Clubs</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Nov 2008 11:42:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Till Ohrmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie bereits berichtet, hatte ich vergangene Woche auf dem Pangora E-Commerce Kongress die Möglichkeit, Jacques Antoine Granjon (siehe Foto), den Gründer des Shopping-Clubs Vente Privée, kennenzulernen. In einer sehr beeindruckenden Präsentation stellte dieser die Erfolgsgeschichte von Vente Privée vor und lieferte in diesem Zusammenhang auch neue Zahlen. Die Zahlen als auch die Story von Vente [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Wie bereits <a title="Seedfinance.de: E-Commerce trotzt der Finanzmarktkrise" href="http://www.seedfinance.de/2008/11/08/studie-e-commerce-trotz-der-finanzmarktkrise/" target="_self">berichtet</a>, hatte ich vergangene Woche auf dem <a title="E-Commerce Kongress" href="http://www.e-commerce-kongress.de/" target="_blank">Pangora E-Commerce Kongress</a> die Möglichkeit, Jacques Antoine Granjon (siehe Foto), den Gründer des Shopping-Clubs <a title="Vente Privée" href="http://www.vente-privee.com" target="_blank">Vente Privée</a>, kennenzulernen. In einer sehr beeindruckenden Präsentation stellte dieser die Erfolgsgeschichte von Vente Privée vor und lieferte in diesem Zusammenhang auch neue Zahlen. Die Zahlen als auch die Story von Vente Privée find ich äußerst spannend (welches &#8220;Startup&#8221; kann schon seine ursprüngliche Umsatzprognose  für 2008 von 500 Mio. Euro um 100 Mio. auf 600 Mio. Euro anheben?). Aus diesem Grund möchte ich Euch die Story natürlich nicht vorenthalten und hoffe, dass ich die Begeisterung von Jacques für Vente Privée in den kommenden Zeilen zumindest etwas rüberbringen kann.

<strong>Die Vorgeschichte zur Gründung</strong>

Interessant ist, dass die Wurzeln von Vente Privée bis ins Jahr 1985 zurück gehen. Damals, im Zeitalter des Festnetztelefons, war Jacques mit seinem Partner als Händler für Restposten tätig. Im Prinzip machten sie damals bereits dasselbe wie heute, nur halt ohne das Internet. Sie kauften bei Herstellern von Markenartikeln Restposten in großen Mengen, die sie anschließend an Restpostenläden und Outlet-Stores wieder verkauften. Bis Ende der 90er Jahre lief das Geschäft sehr gut. Doch dann machten viele kleinen Händler ihre Läden dicht und die großen Restpostenhändler haben angefangen direkt bei den Produzenten zu kaufen. Gleichzeitig haben die Markenhersteller damit angefangen immer mehr Wert auf ihr Image zu legen, was zur Konsequenz hatte, dass sie nicht mehr jeden belieferten und stets darüber informiert sein wollten, wo ihre Produkte letztlich zum Verkauf angeboten werden. Zusätzlich haben die Hersteller auch noch damit begonnen ihre Restposten in eigenen Outlet-Stores zu verkaufen. Der ursprüngliche Job von Jacques war somit im Prinzip überflüssig.

<strong>Geburtsstunde Vente Privée</strong>

Aber wie heißt es so schön, aus der Not entstehen die besten Ideen. Das bisherige Geschäftsmodell wurde im Jahr 2000 radikal geändert: Anstatt per Telefon und Fax das B2B-Geschäft zu betreiben, entschloss man sich über einen B2C-Ansatz selbst direkt an Endverbraucher zu verkaufen. Dies allerdings nicht über einen konventionellen Outlet-Store auf der grünen Wiese, sondern ausschließlich über das Internet. Vente Privée, eines der größte und wachstumsstärksten E-Commerce Unternehmen in Europa, war geboren.

<strong>Marktvolumen in Europa</strong>

Gemäß Jacques beträgt das Marktvolumen für Restposten und Überschussware in Europa rund 30 Milliarden Euro und jeder Markenhersteller hat pro Jahr rund 5 bis 10 Prozent überschüssige Waren.

<strong>Das Geschäftsmodell</strong>

Es handelt sich bei vente-privee.com weder um Online-Schlussverkäufe, noch um Versteigerungsaktionen. Der Online-Shopping-Club ist somit kein gewöhnlicher Online-Shop, sondern organisiert Verkäufe im Internet, die es den Marken erlauben ihre Lagerbestände und Überproduktionen in einem qualitativ hochwertigen Umfeld abzusetzen. Die Mitglieder des Shopping-Clubs profitieren dabei von den außergewöhnlich günstigen Preisen und dem vielfältigen Angebot.

Eine Seltenheit: Jacques Verkaufsphilosophie dreht sich vielmehr um die Lieferanten als um die eigenen Kunden. So <a title="Exclusified!: Wir machen keinen E-Commerce" href="http://www.exclusified.de/2008/06/vente-prive-wir.html" target="_blank">äußerte</a> er sich z.B. im Interview mit <span class="post-footers"><a title="Xing-Profile: Stephan Randler" href="https://www.xing.com/profile/Stephan_Randler" target="_blank">Stephan Randler</a> vom Blog <a title="Exclusified!" href="http://www.exclusified.de" target="_blank">exclusified!</a> wie folgt:</span>
<blockquote>&#8220;Unser erster Ansprechpartner ist die Marke. <strong>Wir machen keinen E-Commerce im klassischen Sinn</strong>, wo man Produkte einkauft und an Kunden verkauft. Wir wollen für die Hersteller Saisonware und Restbestände schnell, einfach und komplett veräußern.&#8221;</blockquote>
Für die Markenartikelhersteller bietet Vente Privée vier wesentliche Vorteile, die einen Verkauf über die Plattform lukrativ machen:
<ul>
	<li><em>Diskretion:</em> Die Verkaufsaktionen laufen nur 48-72 Stunden. Anschließend gibt es keine Historie der Aktionen oder ähnliches zum Abruf. Weiterhin steht das Angebot nur Kunden zur Verfügung, die eine Einladung von einem bereits bestehenden Kunden bekommen haben (exklusiver Personenkreis).</li>
	<li><em>Geschwindigkeit</em>: Innerhalb weniger Stunden können tausende von Artikeln abgesetzt werden.</li>
	<li><em>Werthaltigkeit</em>: Markenartikelhersteller müssen sich auf Grund der Exklusivität keine Sorgen um eine Schädigung der Reputation ihrer Marke machen und erhalten höhere Margen als beim konventionellen Restpostenverkauf.</li>
	<li><em>Kundenbasis</em>: Über 3,8 Millionen Kunden können über Vente Privée erreicht werden. Die Hersteller erhalten detaillierte Reports über die Kunden und deren Kaufpräferenzen bzw. -verhalten, was sie beim klassischen Restpostenhandel nicht bekommen.</li>
</ul>
<strong>Die Finanzierung</strong>

Vergangenes Jahr hat Vente Privée 20 Prozent seiner Anteile an den US-Investor <a title="Summit Partners" href="http://www.summitpartners.com/" target="_blank">Summit Partners</a> <a title="Exciting Commerce: Vente Privée nimmt US-Investoren an Bord" href="http://ecommerce.typepad.com/exciting_ecommerce/2007/06/pickt_today_ven_2.html" target="_blank">verkauft</a>. Ziel dieses Verkaufs war allerdings nicht primär einen vorhandenen Kapitalbedarf zu decken, sondern vielmehr die Kompetenz des neuen Partners in Bezug auf die Internationalisierung zu nutzen (vor allem für den bevorstehenden Schritt in die USA). Ansonsten bleibt festzuhalten, dass es Vente Privée seit jeher schafft ihren Kapitalbedarf aus dem operativen Geschäfts zu decken, was eine extrem beachtliche Leistung ist. Wenn man sich die Investorenlisten von anderen Shopping-Clubs anschaut, dann stellt die Finanzierung aus dem operativen Geschäft heute eine absolute Ausnahme dar. Gemäß einer <a title="Exclusified!" href="http://www.exclusified.de/2008/11/analyse-die-inv.html" target="_blank">Auflistung</a> von exklusified! hat z.B. der Mitbewerber <a title="BuyVIP" href="http://www.buyvip.de" target="_blank">BuyVIP</a> bereits sieben Investoren an Board. Bei <a title="Brands4Friends" href="http://www.brands4friends.de" target="_blank">Brands4Friends</a> sind es sogar neun.

Um das Working Capital gering zu halten, bestellt Vente Privée die verkauften Produkte der Hersteller erst nachdem die Verkaufsaktionen beendet wurde (die Hersteller liefern in der Regel ca. 10 Tage nach Aktionsende). Dadurch werden u.a. auch die Logistikkosten extrem reduziert. Wie exklusified <a title="exklusified!: Vente Privée investiert 15 Millionen Euro in Logistik" href="http://www.exclusified.de/2008/06/vente-prive.html" target="_blank">berichtet</a>, wurde es dieses Jahr dennoch notwendig, dass 15 Mio. Euro in eine zweite Lagerhalle investiert wurden. Mit dem zusätzlichen Lager wird der Shopping-Club zukünftig in der Lage sein 90.000 Pakete am Tag verarbeiten zu können. Wer mehr über die Logistik bei Vente Privée wissen will, dem sei der <a title="Video zur Logistik bei Ventée Privee" href="http://www.vente-privee.com/vp4/contents/_NEUTRE/DE/publishing/welcomePack/wp02/wp02.htm" target="_blank">Film</a> auf der Unternehmenswebsite an das Herz gelegt.

<strong>Fakten, Fakten, Fakten</strong>

So, jetzt aber zum spannenden Teil mit den harten Zahlen:
<ul>
	<li>In den Jahren 2003 bis 2008 wurde der <strong>Umsatz</strong> von rund 3 Millionen auf 600 Millionen Euro (Prognose für 2008) gesteigert. Die diesjährige Umsatzprognose wurde von ursprünglichen 500 Millionen Euro auf 600 Millionen Euro angehoben.</li>
	<li>Pro Jahr werden rund <strong>1.250 Shopping-Events</strong> organisiert (2004 lag dieser Wert noch bei 211 Aktionen).</li>
	<li>Mehr als <strong>1,7 Millionen Internetnutzer</strong> besuchen die Website von Vente Privée pro Tag.</li>
	<li>Zum Kampagnenstart um sieben Uhr morgens verzeichnet die Website regelmäßig rund <strong>200.000 Nutzer pro Sekunde</strong>. Pro Sekunde werden rund 16.000 Datenbankabfragen auf der Website generiert. Damit ist vente-privee.com die #1 E-Commerce-Website in Frankreich.</li>
	<li>Die <strong>durchschnittliche Besuchszeit</strong> der User liegt bei 35 Minuten, was Vente Privée in diesem Punkt zur #1 aller Websites in Frankreich macht.</li>
	<li>Jedes Jahr versendet Vente Privée rund <strong>2 Milliarden E-Mails</strong> (es gibt sogar extra Teams die sich ausschließlich darum kümmern, dass Vente Privée als Versender auf keine Blacklists kommt).</li>
	<li>Pro Minute werden im Durchschnitt rund 100 Zahlungstransaktionen abgewickelt, was rund 1,6 Transaktionen pro Sekunde entspricht.</li>
	<li>Pro Jahr verkauft der Shopping-Club etwa <strong>18,5 Millionen Produkte</strong>.</li>
	<li>Jeden Tag werden von Vente Privée rund <strong>50.000 Pakete</strong> verschickt.</li>
	<li><strong>900 Mitarbeiter</strong> hat Vente Privée (Durchschnittsalter: 31 Jahre). Im Jahr 2008 wurden 250 Mitarbeiter neu eingestellt (zum Vergleich: Die <a title="Adler Modemärkte" href="http://www.adlermode.com/" target="_blank">Adler Modemärkte</a> erzielen mit knapp 4.000 Mitarbeitern rund 650 Millionen Euro Umsatz).</li>
	<li>Pro Tag werden über <strong>6.000 Fotos</strong> für die Verkaufsaktionen produziert.</li>
	<li>60 Prozent aller Artikel sind bereits nach 48 Stunden ausverkauft.</li>
</ul>
<strong>Fazit</strong>

Vente Privée konnte in den vergangenen Jahren ein unglaubliches Wachstum hinlegen. Ich habe allergrößten Respekt davor, wie das Management es geschafft hat dieses Wachstum zu managen. Das Management eines derartigen Wachstums ist meiner Meinung nach eine ganz extrem große unternehmerische Herausforderung &#8211; in jeglicher Hinsicht&#8230;

Auch finde ich es faszinierend, wie ein derart großes Unternehmen ganz ohne Seedinvestments aufgezogen werden konnte. Hut ab!]]></content:encoded>
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		<title>Studie: E-Commerce trotzt der Finanzmarktkrise</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Nov 2008 12:40:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Till Ohrmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bernd Skiera]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesverband Digitale Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[E-Commerce]]></category>
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		<category><![CDATA[Jacques-Antoine Granjon]]></category>
		<category><![CDATA[Kai Hudetz]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[Vergangenen Donnerstag war ich auf dem <a title="E-Commerce Kongress" href="http://www.e-commerce-kongress.de" target="_blank">E-Commerce Kongress</a> in München, welcher bereits zum fünften mal von <a title="Pangora.de" href="http://www.pangora.de" target="_blank">Pangora</a>, einem Technologieanbieter für Online-Marktplätze, organisiert wurde. Am beeindruckendsten fand ich auf dem Kongress die Präsentation von Jacques-Antoine Granjon, dem CEO von <a title="Vente Privee" href="http://www.vente-privee.com/" target="_blank">Vente Privee</a>, der die Geschichte seines Unternehmens erzählte (hierzu in wenigen Tagen noch etwas mehr). Nicht weniger spannend fand ich die Präsentationen von <a title="Dr. Kai Hudetz" href="https://www.xing.com/profile/Kai_Hudetz/" target="_blank">Dr. Kai Hudetz</a>, dem Leiter des <a title="E-Commerce-Center Handel (Uni Köln)" href="http://www.ecc-handel.de" target="_blank">E-Commerce-Center Handel der Uni Köln</a>, zum Thema &#8220;Multi-Channel 2008: Wie tickt der Konsument?&#8221; und <a title="Xing: Prof. Dr. Bernd Skiera" href="https://www.xing.com/profile/Bernd_Skiera/" target="_blank">Prof. Dr. Bernd Skiera</a> vom <a title="Lehrstuhl Electronice Commerce (Uni Frankfurt)" href="http://www.ecommerce.wiwi.uni-frankfurt.de" target="_blank">Lehrstuhl Electronic Commerce der Uni Frankfurt</a>, der zur Wertschöpfung über dynamische Preismodelle referierte (sehr interessant dabei ist die Frage, warum Swoopo funktioniert und Luupo nicht, obwohl beide im Prinzip dasselbe machen &#8211; siehe hierzu den Artikel von Jochen auf <a title="Exciting Commerce: Warum Swoopo abhebt und Luupo nicht" href="http://www.excitingcommerce.de/2008/11/warum-swoopo-ab.html" target="_blank">Exciting Commerce</a>) .

Parallel zum Kongress wurde eine nicht-repräsentative Studie veröffentlicht, die den E-Commerce im Kontext der Finanzmarktkrise untersuchte (Online-Befragung). Die Studie soll ein Stimmungsbarometer der E-Commerce Branche darstellen und wurde von <a title="Pangora.de" href="http://www.pangora.de" target="_blank">Pangora</a>, <a title="Internet World Business" href="http://www.internetworld.de" target="_blank">Internet World Business</a> und dem <a title="Bundesverband Digitale Wirtschaft e.V. (BVDW)" href="http://www.bvdw.org" target="_blank">Bundesverband Digitale Wirtschaft</a> e.V. (BVDW) durchgeführt.

<strong>Hier die Kernaussagen der Studie:</strong>
<ul>
	<li>mehr als 75 Prozent der Teilnehmer erwarten für das Jahr 2008 einen besseren Geschäftsabschluss als im Vorjahr</li>
	<li>63 Prozent planen in 2009 mit höheren Umsätzen als im laufenden Geschäftsjahr</li>
	<li>zwei Drittel gehen davon aus, dass die Innovationskraft im E-Commerce im nächsten Jahr weiter zunehmen wird</li>
	<li>42 Prozent der Befragten planen in 2009 verstärkt Investitionen zu tätigen</li>
	<li>59 Prozent der Experten gehen davon aus, dass 2009 mehr Personal benötigt wird als im Vorjahr</li>
	<li>mehr als 50 Prozent gehen davon aus, dass es schwer werden wird, den Personalbedarf mit qualifiziertem Personal zu decken</li>
	<li>über 25 Prozent der Befragten haben Live-Shopping bereits in ihrem bestehenden Geschäftsmodell umgesetzt, 19 Prozent überlegen sich im Augenblick das Konzept kurzfristig aufzugreifen</li>
	<li>13 Prozent der Befragten ist das Thema &#8220;Live Shopping&#8221; gänzlich unbekannt</li>
	<li>ein Großteil der Experten sieht Live-Shopping als Chance zur Generierung neuer Umsätze</li>
	<li>4 Prozent glauben, dass Live-Shopping den E-Commerce Markt vollständig verändern wird</li>
	<li>46 Prozent der Experten sind sich sicher, dass die Live-Shopping Angebote das Umsatzvolumen im E-Commerce positiv beeinflussen</li>
	<li>27 Prozent der Befragten glauben, dass sich das Umsatzvolumen zugunsten der Live-Shopping Anbieter verschieben wird</li>
</ul>
Ich bin gespannt, wie eine ähnlich gelagerte Umfrage nach dem Weihnachtsgeschäft, der wichtigsten &#8220;Jahreszeit&#8221; im Online-Handel mit Endkonsumenten, aussieht.]]></content:encoded>
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