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	<title>Seedfinance &#187; Seedfinanzierung</title>
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	<description>Entrepreneurship &#38; Finanzierung</description>
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		<title>Steffen Wagner von investiere.ch: &#8220;Smart Money für innovative Gründer&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Nov 2010 07:30:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Till Ohrmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit den Neunziger Jahren arbeitet und forscht Steffen Wagner an der Schnittstelle zwischen Finanzmärkten und Privatsektorentwicklung: als Gründer von zwei erfolgreichen Unternehmen (ein Technologieunternehmen in Berlin und ein Produzent von Trockenfrüchten in Uganda), als Managementberater für Finanzdienstleister (u.a. Accenture, b&#38;m management und PricewaterhouseCoopers) sowie als Entwicklungshelfer in Afrika (UNDP). Steffen Wagner studierte Wirtschaftswissenschaften und Philosophie an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="https://www.xing.com/profile/Steffen_Wagner"><img class="size-full wp-image-3024        alignleft" title="Steffen Wagner" src="http://www.seedfinance.de/wp-content/uploads/2010/11/steffen-wagner.jpg" alt="Steffen Wagner von investiere.ch" width="209" height="279" /></a>Seit den Neunziger Jahren arbeitet und forscht Steffen Wagner an der Schnittstelle zwischen Finanzmärkten und Privatsektorentwicklung: als Gründer von zwei erfolgreichen Unternehmen (ein Technologieunternehmen in Berlin und ein Produzent von Trockenfrüchten in Uganda), als Managementberater für Finanzdienstleister (u.a. <a title="Accenture Website" href="http://www.accenture.com" target="_blank">Accenture</a>, <a title="B&amp;M Management" href="http://www.bm-muenchen.de" target="_blank">b&amp;m management</a> und <a title="PriceWaterhouseCoopers" href="http://www.pwc.com" target="_blank">PricewaterhouseCoopers</a>) sowie als Entwicklungshelfer in Afrika (<a title="United Nations Development Programme" href="http://www.undp.org" target="_blank">UNDP</a>).

Steffen Wagner studierte Wirtschaftswissenschaften und Philosophie an der Freien Universität Berlin sowie der Universidad Carlos III de Madrid.

<strong>Herr Wagner, Sie sind Mitgründer der seit Anfang 2010 bestehenden Plattform investiere.ch. Wie kann man die von Ihnen angebotene Dienstleistung am besten beschreiben? Woher kam/kommt die Motivation?</strong>

<a title="Investiere.ch Website" href="http://www.investiere.ch/" target="_blank">Investiere.ch</a> ist zunächst eine web-basierte Plattform, die es einer breiteren Bevölkerung ermöglicht, Direktinvestitionen in innovative Start-ups zu tätigen. Auf investiere.ch werden Geschäftskonzepte mit einem umfassenden Business Plan und Kurzfilm online vorgestellt – Investoren müssen sich hierfür lediglich registrieren. Unsere Dienstleistungen umfassen aber weit mehr als nur die Vermittlung: wir kümmern uns um die Prüfung und Vorauswahl der Unternehmen und begleiten Unternehmer und Investoren durch einen standardisierten, vereinfachten Investitionsprozess.

Unsere Motivation kommt eigentlich aus drei unterschiedlichen Quellen. Erstens konnten wir uns über „friends and family“ bereits früher als Start-up Investoren betätigen und wissen wie spannend und unternehmerisch eine solche Erfahrung ist. Zweitens haben wir selbst bereits einige Unternehmen gegründet und wissen wie mühsam die Kapitalsuche für Unternehmer in Frühphasen ist: gerade innovative Start-ups leiden unter der sogenannten „<a title="Working Paper der Frankfurt School zum Thema Equity Gap - PDF" href="http://www.frankfurt-school.de/dms/Arbeitsberichte/Arbeits106.pdf" target="_blank">equity gap</a>“. Und drittens war ich als Volkswirt schon immer fasziniert von der Tatsache, dass zwar über 99% der Unternehmen in OECD Ländern KMU sind, jedoch gerade einmal 3% der Unternehmensinvestitionen in das für Wachstum, Innovation und Arbeitsplätze wichtigste Segment fließt. Wir nennen diese Asymmetrie übrigens das „Investorenparadigma“ – mehr dazu auf unserem Blog <a href="http://investorsparadigm.org/">investorsparadigm.org</a>.

<strong>Für welche Startups kommt investiere.ch in Frage, gibt es bzgl. Branche, Land, Kapitalbedarf oder Management bestimmte Einschränkungen/Anforderungen?</strong>

Unsere breite Investorenschaft erlaubt es uns, recht unterschiedliche Start-ups zu finanzieren. Gemeinsam haben typische investiere.ch Unternehmen allerdings, dass sie sehr innovativ sind. Dies muss allerdings nicht unbedingt High-Tech bedeuten, denn auch ausserhalb der Szene der universitären Spin-offs gibt es viele Unternehmer mit innovativen Lösungen für Chancenverwertung oder Problemstellungen unserer Zeit. Aktuell fokussieren wir uns auf Schweizer Start-ups die vor der ersten oder zweiten Finanzierungsrunde stehen und zwischen 500&#8217;000 und 2.5 Millionen Franken Kapitalbedarf haben.

<strong>Für unsere Leser ist es sicherlich interessant zu wissen, welche Schritte ein Startup von der Bewerbung bis zur Finanzierungszusage durchlaufen muss?</strong>

Wer die Auswahl für investiere.ch erfolgreich besteht, hat zuvor drei Schritte durchlaufen: Screening, Pre-Assessment und Due Diligence. Das Screening stellt sicher, dass das Unternehmen unserem aktuellen Investmentfokus entspricht und die Erwartungen beider Seiten übereinstimmen. Im Pre-Assessment beschäftigt sich unser Team in Kooperation mit Experten unseres Netzwerkes erstmals intensiv mit dem Business Plan. Die eigentliche Due Diligence beinhaltet dann mehrere Iterationen im engen persönlichen Austausch mit dem Unternehmer bei dem Kernfragen diskutiert und bewertet werden. Diese Phase entspricht einem engen Coaching von dem der Unternehmer in der Regel sehr profitiert – selbst wenn sein Gesuch später abgelehnt werden sollte. Nach der Auswahl erstellen wir das Investitionsangebot, drehen mit den Unternehmern den Kurzfilm und stellen alles online.

Eine Finanzierungszusage stellt diese Auswahl aber noch nicht dar. Die Chancen einer erfolgreichen Finanzierung stehen zwar gut –  bislang konnten alle vier auf investiere.ch präsentierten Unternehmen finanziert werden – eine Garantie können wir aber selbstverständlich nicht geben, schliesslich gilt es für den Unternehmer auch während der Runde Fragen und Bedenken der  Investoren aufzugreifen und so diese zu überzeugen.

<strong>Gibt es bereits eine Quote von &#8220;eingegangenen Bewerbungen&#8221; und &#8220;endgültigen Finanzierungszusagen&#8221;?</strong>

Aktuell sieht der Deal Sourcing Trichter wie folgt aus. im Vergleich zum Total aller gescreenten Start-ups gelangen 33% in das Pre-Assessment, 22% in die Due Diligence und 9% schaffen es auf die Plattform. Die Chancen für den Unternehmer stehen mit 1:10 aktuell also nicht schlecht. Das liegt daran, dass die durchschnittliche Qualität unserer Anfragen bereits sehr hoch ist.

Die überdurchschnittliche Qualität hängt damit zusammen, dass wir – im Gegensatz zu vielen etablierten VC Players – von den Unternehmern ganz anders wahr genommen werden:
<ol>
	<li>sind wir selbst ein Start-up, sprechen also die gleiche Sprache;</li>
	<li>sind wir als Intermediär glaubhafter in Bezug auf unsere Unabhängigkeit; Und last but not least nehmen wir den Unternehmern eine riesen Last ab: wir Koordinieren ihre Finanzierungsrunde während sie sich um das Wichtigste kümmern können: Ihr Geschäftsmodell aufbauen und in den Markt gehen. Aus den genannten Gründen erhalten wir unsere Finanzierungsanfragen primär durch Empfehlungen von Unternehmer zu Unternehmer.</li>
</ol>
<strong>Warum sollte sich ein Start-up für eine Finanzierung über investiere.ch entscheiden? Welchen Mehrwert bieten Sie den Start-ups/Investoren konkret an?</strong>

Drei wichtige Aspekte habe ich gerade bereits angesprochen: Gleiche Augenhöhe, Unabhängigkeit und Geschwindigkeit. Lassen Sie mich den dritten Aspekt noch näher ausführen. Traditionell müssen selbst finanzierungswürdige Startups zwischen 6 und 12 Monate für die Kapitalsuche aufwenden. Dies liegt daran, dass Unternehmer von friend zu friend, von family zu family und von Angel Club zu Angel Club pilgern. Dabei erzählen sie jedes mal die gleiche Geschichte, beantworten die gleichen Fragen immer wieder und dies vielfach auch noch ohne vorher zu wissen ob grundsätzlich Interesse am Konzept besteht. Wir beschleunigen diesen Prozess immens. Der Unternehmer präsentiert sich zunächst nur einmal online. Doch die Interaktion mit möglichen Investoren kommt nicht zu kurz: Fragen und Antworten zum Geschäftskonzept spielen sich zentral auf der Plattform ab. Ein reales Meeting findet nur unter wirklich interessierten Beteiligten statt. Und die Finanzierungsrunde wird insgesamt standardisiert abgewickelt. Die Verträge beruhen auf best practices und sind für Investoren „take it or leave it“ – mühsame Vetragsverhandlungen mit den individuellen Investoren fallen dadurch weg.

Und lassen Sie mich an dieser Stelle noch auf einen anderen Aspekt eingehen: das sogenannte „smart money“. Unsere Erfahrungen haben klar gezeigt, dass unsere Investoren weit mehr als Geld beitragen. Bereits während der Finanzierungsrunde stellen die Fragen der breit gefächerten Investorenschaft einen zusätzlichen Wert dar. Außerdem profitieren sie von einer „invisible hand“: statt dass Sie im Heuhaufen nach der Nadel suchen, werden Sie gleichsam automatisch von denjenigen Investoren gefunden, die für sie auch den größten Mehrwert bieten. Und auch nach der Investition profitiert der Unternehmer selbstverständlich von den Kontakten und der Expertise einer im Vergleich mit traditionellen Angelrunden größeren Investorenschaft.

<strong>Folgender Fall: Mein Start-up wurde von investiere.ch im Laufe des Bewerbungsprozesses abgelehnt. Welche Möglichkeiten habe ich nun noch, um doch noch das benötigte Kapital zu akquirieren?</strong>

Sie sollten als Jungunternehmer neben Kapital von „friends and family“ und  Business Angel Clubs auch nach Fördergeldern Ausschau halten. Wer beispielsweise die Mühe nicht scheut, sich mit dem Dschungel europäischer Fördermittel zu befassen, kann belohnt werden: denn es gibt durchaus Programme welche Mühe haben ihre Mittel unter das Volk zu bringen. Und Investoren lieben übrigens Fördermittel!

<strong>Welche Startups konnten Sie bereits erfolgreich durch die erste Finanzierungsrunde begleiten?</strong>

<a title="Pressemitteilung zur Seed-Finanzierung von Qvanteq" href="http://www.openpr.de/news/422868/Open-Invest-Plattform-investiere-ch-kofinanziert-den-Seed-Kapitalbedarf-des-Medtech-Startups-Qvanteq-AG.html" target="_blank">Qvanteq</a>, ein Zürcher MedTech Unternehmen, <a title="Salsa Dev auf investiere.ch" href="http://www.investiere.ch/de/companies/salsadev" target="_blank">SalsaDev</a> ein Genfer Start-up mit eine spannenden Technologie zur semantischen Suche und <a title="Attolight auf investiere.ch" href="http://www.investiere.ch/de/companies/attolight" target="_blank">Attolight</a>, ein Lausanner High-tech Start-up welches eine Art Filmkamera für die Nanowelt vermarktet.

<strong>Auch die Investorenseite darf natürlich nicht zu kurz kommen. Für wen könnte eine Investition in Betracht kommen? Gibt es einen Mindestbetrag, der investiert werden muss?</strong>

Unser Mindestinvestment beträgt rund 5,000 Euro. Das ist eine im Vergleich zu heutigen Eintrittsbarrieren extrem niedrige Hürde – aber immerhin eine Hürde die im Einklang mit unserer Vision eines unternehmerisch und eigenverantwortlich motivierten Investments ist. Wir zielen mit unserer Plattform nicht auf Kleinstinvestoren sondern in erster Linie auf durchaus vermögende „non-accredited“ investors. Beispielsweise erfolgreiche „industry professionals“, die es sich leisten können bis zu fünf Prozent ihres Vermögens über eine Reihe von Start-ups zu diversifizieren. Mir ist es noch wichtig zu betonen, dass unsere Investoren Freude an Direktinvestitionen haben. Ein Fonds würde nicht im Einklang mit der erwähnten Vision stehen.

<strong>Welche Beteiligungsmodelle können im Rahmen einer Investition angeboten werden?</strong>

Wir bieten lediglich Eigenkapital- bzw. mezzanine Eigenkapitalmodelle: Erstens Namenaktien mit Aktionärbindungsvertrag; zweitens Partizipationsscheine (diese entsprechen im Deutschen Recht am ehesten stimmrechtslosen Vorzugsaktien) und drittens ein Treuhändermodell. Gemeinsam ist allen Modellen ein (wenn man so will) „eingebauter Pooling Mechanismus“ hinsichtlich der Mitspracherechte. Desweiteren bieten wir Wandelanleihen an. Wandelanleihen sind in Europa zwar noch nicht sehr verbreitet, bieten aber gerade für Frühphasenfinanzierungen unschätzbare Vorteile.

<strong>Ihre Art der Finanzierung lässt sich mit den üblichen Finanzierungsformen (VC, Banken, Family &amp; Friends) <a title="PDF-Merkblatt von investiere.ch" href="http://www.investiere.ch/sites/default/files/Merkblatt%20-%20Unternehmer%20v1.2.pdf" target="_blank">kaum vergleichen</a>. Crowd-Finanzierungen sind nicht neu, spielen in der Realität jedoch keine entscheidende Rolle. Was muss passieren, damit sich dies ändert?</strong>

<a href="http://www.seedfinance.de/wp-content/uploads/2010/11/Unbenannt.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-3031" title="Finanzierungsmodelle" src="http://www.seedfinance.de/wp-content/uploads/2010/11/Unbenannt.jpg" alt="Finanzierungsmodelle (zum Vergrößern bitte anklicken)" width="363" height="255" /></a>Zum einen denke ich dass Crowd Funding ganz grundsätzlich noch in den Kinderschuhen steckt. Am erfolgreichsten konnte es sich bislang im philantropischen Bereich, dem Fundraising für künstlerische Projekte aber auch im „person to person lending“ durchsetzen. Bekannte Namen sind z.B. <a title="KIVA" href="http://www.kiva.org/" target="_blank">kiva</a>, <a title="Kickstarter" href="http://www.kickstarter.com/" target="_blank">kickstarter</a>, <a title="Smava" href="http://www.smava.de" target="_blank">smava</a> oder <a title="Zopa" href="http://uk.zopa.com/ZopaWeb/" target="_blank">zopa</a>. Erst seit etwa ein bis zwei Jahren sehen wir derartige Konzepte im Venture Capital Bereich aufkommen. Ich denke der entscheidende Grund für den zögerlichen Auftritt derartiger Konzepte im Venture Capital Bereich hat in erster Linie mit den grundsätzlichen Schwierigkeiten von Finanzierungsansätzen im Frühphasenbereich zu tun: die finanzierten Volumina sind klein, der Aufwand und die Risiken groß. In zweiter Linie spielt aber sicherlich auch eine Rolle, dass sich aus der Ehe von Crowd Funding und Venture Capital zahlreiche Herausforderungen für Unternehmer, Investoren und die Politik ergeben: etwa die fragmentierte Teilhaberstruktur, die Verwässerungsgefahr und die Güterabwägung zwischen Anlegerschutz und Förderung von Innovationen und Start-ups.

Was müsste sich also ändern? Venture Capital Firmen und Intermediäre sind gefragt Geschäftsmodelle zu entwickeln, welche die Akquisitions- und Transaktionskosten von Frühphaseninvestitionen wirklich effektiv senken können. Die Politik sollte Mut zur Start-up Förderung haben und unsinnige Anlegerschutzbestimmungen lockern. Und Anleger müssten umdenken: Geld arbeitet nicht von selbst, jeder ist verantwortlich dafür was mit seinem Geld passiert. Noch ein weiter Weg, aber es gibt positive Signale.

<strong>Wie profitiert investiere.ch letztlich von einer gelungenen Startup-Finanzierung?</strong>

Investiere.ch ist nur dann erfolgreich wenn uns ein „win-win-win“ zwischen Unternehmern, Investoren und uns gelingt. Unsere Vergütung ist rein erfolgsbasiert und umfasst eine Cash- und eine Eigenkapitalkomponente. Mit unserer Beteiligung an den Unternehmen unterstreichen wir übrigens auch unseren Qualitätsanspruch bei der Auswahl. Und wenn sich dieser Anspruch über die nächsten Jahre in erfolgreichen Start-ups niederschlägt, werden wir von den Exits dieser Unternehmen profitieren.

<strong>Wo steht Ihr Unternehmen in fünf Jahren? Investiere.ch als Kooperationspartner von Banken?</strong>

Wir glauben dass es sehr schwierig sein dürfte, sinnvolle Kooperationsmodelle mit Banken zu definieren. Nehmen sie zum Beispiel Privatbanken: Start-ups werden immer schwer zu bewerten sein und solange sie Frühphaseninvestitionen nicht in ein Depot legen können, fürchten Privatbanken einen Abfluss von Assets under Management – also werden Kundenberater kaum zu Start-up Investitionen raten. Und schließlich sind wir überzeugt, dass bankferne Finanzdienstleistungen eine grosse Zukunft haben.

<strong>Vielen Dank für das interessante Interview. Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg mit investiere.ch!</strong>]]></content:encoded>
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		<title>Interview: Christian Leeb von German Seed Fund – “Hebamme für Entrepreneure”</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Aug 2010 00:00:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Till Ohrmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Christian sieht sich selbst als Hebamme für Entrepreneure: &#8220;Ich bringe deren Unternehmen auf die Welt&#8221;. Vor sieben Jahren war er CIO der VA TECH, verantwortlich für IT und e-Business. Vorher war er Consultant bei CSC, Geschäftsführer bei einem Startup, schon einmal selbständig und Angestellter bei voest alpine. Christian ist also ein Blumenstrauß an Erfahrung und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="https://www.xing.com/profile/ChristianH_Leeb"><img class="ngg-singlepic ngg-left   alignleft" src="http://www.seedfinance.de/wp-content/gallery/interviews/christian-h-leeb.jpg" alt="christian-h-leeb" width="203" height="306" /></a>

Christian sieht sich selbst als Hebamme für Entrepreneure: &#8220;Ich bringe deren Unternehmen auf die Welt&#8221;. Vor sieben Jahren war er CIO der <a title="VA Tech, jetzt Siemens" href="ww.vatech.at" target="_blank">VA TECH</a>, verantwortlich für IT und e-Business. Vorher war er Consultant bei <a title="Website von CSC" href="http://www.csc.com/" target="_blank">CSC</a>, Geschäftsführer bei einem Startup, schon einmal selbständig und Angestellter bei <a title="Website von Voestalpine" href="http://www.voestalpine.at" target="_blank">voest alpine</a>. Christian ist also ein Blumenstrauß an Erfahrung und KnowHow!

<strong>Christian, erzähl den Lesern doch bitte kurz wer du bist, was du schon so gemacht hast und im Augenblick tust&#8230;</strong>

Im Augenblick arbeite ich parallel mit mehreren Web 3.0 Startups. Zugleich versuche ich die Finanzierung von Startups sicherzustellen, da es davon momentan einfach noch zu wenig gibt. Ich hab in großen und kleinen, bei bestehenden Firmen und bei Startups gearbeitet und unterrichte seit 10 Jahren an der <a title="Donau Universität Krems" href="http://www.donau-uni.ac.at/de/index.php" target="_blank">Donau Universität Krems</a>.

<strong>Du bist Partner von <a title="German Seed Fund" href="http://www.germanseedfund.com" target="_blank">German Seed Fund</a></strong><strong>, was erwartet einen beim Besuch der Website? Was ist der Gedanke hinter dem Projekt?</strong>

In erster Linie wollen wir Startups unterstützen und geben ein Feedback zu den Businessideen. Wir sind bei <a title="Seedlounge.com" href="http://www.seedlounge.com/" target="_blank">seedlounges</a> und vernetzen uns bzw. tauschen uns aus. Und wir wollen die 100 besten Startups finden und mit denen Geldgeber holen. Wir konzentrieren uns auf den deutschsprachigen Raum: Deutschland, Österreich und die Schweiz.

<strong>Dein Portal dreht sich um die Finanzierung bestimmter Geschäftsideen aus einem Pool von Geld, das sowohl von privaten als auch geschäftlichen Investoren zur Verfügung gestellt wird. Welche Voraussetzungen muss ein Startup mitbringen, um bei Ihnen Kapital zu bekommen?</strong>

Eine innovative Businessidee und den Ehrgeiz diese auch umzusetzen.
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.seedfinance.de/wp-content/uploads/2010/08/GSF.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2566" title="Logo German Seed Fund" src="http://www.seedfinance.de/wp-content/uploads/2010/08/GSF.jpg" alt="Logo German Seed Fund" width="417" height="90" /></a></p>
<p style="text-align: center;"></p>
<strong>Der German Seed Fund (GSF) ist ja selber ein Startup. Wie sieht das Monetarisierungsmodell hinter GSF aus?</strong>

Startups haben keine Lobby. Wir wollen diese schaffen. Wenn viele Startups da sind, dann kommt auch das Geld. Bis dahin unterstützen wir die Gründer persönlich mit unseren KnowHow und Netzwerk. Unser Ziel ist es, insgesamt 50 Mio. € an Kapital einzusammeln.

<strong>Erzähl uns noch ein bisschen mehr über GSF &#8211; Wie ist das Verhältnis von Investoren und Startups und welche Startups konnten Sie bereits erfolgreich finanzieren?</strong>

Wir sind da erst am Anfang. Bis jetzt sind Funds auf den Markt getreten mit Geld und mehr oder weniger komplizierten Möglichkeiten Businesspläne einzureichen. Viele Startups schreiben diese dauernd um und kommen nicht zum Business. Wir wollen auch mehr Aufmerksamkeit auf die Seedphase legen.<strong> </strong>

<strong>Wer steckt alles hinter GSF? Machst du alles alleine oder hast du auch noch Investoren, Mitarbeiter, Mitgründer, etc. an Bord?</strong>

Da stecken viele Leute dahinter. Am besten sieht man das auf <a href="http://www.germanseedfund.com" target="_blank">www.germanseedfund.com</a>. Die Idee stammt übrigens von <a title="Christian Kutschka bei XING" href="https://www.xing.com/profile/ChristianPeter_Kutschka" target="_blank">Christian Kutschka</a>.<strong> </strong>

<strong>Was sind Deiner Meinung nach im Jahr 2010 die Innovationstreiber der Internetbranche? Welchen Ideen räumst du besonders gute Chancen ein?</strong>

„Disruptive business ideas“, die ganze Branchen verändern, mit neuen Payment-Methoden, noch mehr Mobilität, Semantik und Community-Bezug. Startups wie z.B. <a title="Jumio Website" href="http://www.jumio.com/" target="_blank">Jumio</a>, <a title="Linoq Website" href="http://www.linoq.com" target="_blank">Linoq</a>, <a title="Website Wappwolf" href="http://www.wappwolf.com/" target="_blank">Wappwolf</a>, <a title="Facebook Seite von XScited" href="http://www.facebook.com/XScited#!/XScited?v=wall" target="_blank">XScited</a>, <a title="Website Bilbone" href="http://www.bilbone.com/" target="_blank">Bilbone</a>, <a title="Garmz Website" href="http://www.garmz.com/" target="_blank">Garmz</a>, <a title="Website Twingz" href="http://www.twingz.org/" target="_blank">Twingz</a>.

<strong>Wo steht GSF in 5 Jahren?</strong>

Wir sehen uns als wichtigen Partner bei der Seed-Finanzierung von Startups. Wir sind genauso am Boden und bei den Entrepreneure wie heute, heben also nicht ab.

<strong>Zu guter Letzt: Hast du noch einen entscheidenden Rat, den du kapitalsuchenden Startups mitgeben möchtest?</strong>

Kontakt aufnehmen, Rat und Feedback holen, Netzwerken. Zur <a href="http://www.seedlounge.com/" target="_blank">seedlounge</a> kommen (ab Herbst regelmäßig in Zürich, Berlin, München, Linz, Wien). Zusammenarbeiten und mit Menschen Kontakt aufnehmen, die es schon geschafft haben. Meistens helfen diese gerne weiter.

<strong>Christian, vielen herzlichen Dank für das interessante Interview. Ich wünsche euch viel Erfolg mit <a href="http://www.germanseedfund.com" target="_blank">German Seed Fund</a>!</strong>]]></content:encoded>
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		<title>Interview: Thomas Ruland von cloudControl – “Ein Businessplan ist nicht in Stein gemeißelt”</title>
		<link>http://www.seedfinance.de/2010/08/02/interview-thomas-ruland-von-cloudcontrol-ein-businessplan-ist-nicht-in-stein-gemeiselt/</link>
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		<pubDate>Mon, 02 Aug 2010 15:54:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Till Ohrmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Thomas, erzähl doch den Lesern bitte kurz wer du bist, was du schon so gemacht hast und im Augenblick tust&#8230; Ich heiße Thomas Ruland und bin Mitgründer und CFO bei cloudControl, einem der wenigen europäischen Platform-as-a-Service Anbieter Europas. Aufgewachsen bin ich in der Köln/Bonner Gegend, wo noch immer mein Lebensmittelpunkt ist, wenn ich nicht gerade [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<strong><a href="www.cloudcontrol.de"><img class="alignleft" title="Thomas Ruland " src="http://cloudcontrol.de/assets/images/tommy.png" alt="" width="132" height="196" /></a>Thomas, erzähl doch den Lesern bitte kurz wer du bist, was du schon so gemacht hast und im Augenblick tust&#8230;</strong>

Ich  heiße <a title="Thomas Ruland auf XING" href="https://www.xing.com/profile/Thomas_Ruland" target="_blank">Thomas Ruland</a> und bin Mitgründer und CFO bei <a href="http://www.cloudcontrol.de" target="_blank">cloudControl</a>, einem der wenigen europäischen  <a href="http://netzwertig.com/2008/05/14/platform-as-a-service-das-naechste-it-schlachtfeld/" target="_blank">Platform-as-a-Service</a> Anbieter Europas. Aufgewachsen bin ich in der  Köln/Bonner Gegend, wo noch immer mein Lebensmittelpunkt ist, wenn ich  nicht gerade in Potsdam/Berlin verweile. Die wichtigsten Stationen vor cloudControl waren mein <a title="Maastricht University" href="http://maastrichtuniversity.nl" target="_blank">Studium in Maastricht</a> (Niederlande) und <a title="Uni Taipei" href="http://www.nccu.edu.tw/english/" target="_blank">Taipei</a> (Taiwan), verschiedene Praktika im  Finanzbereich bei <a href="http://www.philips.de/" target="_blank">Philips</a> in Singapur und  <a href="http://www.jpmcazenove.com/" target="_blank">JPMorganCazenove</a> in Frankfurt sowie meine  Jahre als Analyst bei der <a href="http://www.ubs.com" target="_blank">UBS Investment Bank</a> in  Frankfurt.

Es  gab bisher kaum eine Station in meinem Leben, in der ich nicht in  mindestens eine Nebenbeschäftigung Dinge geleitet oder veranstaltet habe  (wie z.B. Konzerte, Kongresse, Investmentclubs,  Studentenorganisationen, etc. .  Im Nachhinein betrachtet verwundert da der Schritt in die  Selbständigkeit nicht sehr, auch wenn er mir Anfangs viel Mut abverlangt  hat.

<strong>Du bist Mitgründer der CloudControl UG. Was erwartet einen beim Besuch der Website? Was ist der Gedanke hinter dem Projekt?</strong>
<p id="internal-source-marker_0.5876693485873205">Mit  cloudControl betreiben wir einen der ersten Platform-as-a-Service  (PaaS) Dienste in Europa. PaaS ist eine Plattform für den Betrieb von  Webanwendungen. Die Plattform kümmert sich dabei vollautomatisch um die  gesamte Administration der Infrastruktur (Software und Hardware) und  bietet darüber hinaus eine Reihe von Vorteilen wie Skalierbarkeit,  Hochverfügbarkeit und Abrechnung nach dem tatsächlichen Verbrauch.</p>
Beim  Besuch der Webseite wird man bemerken, dass diese sehr technisch  gehalten ist. Das liegt vor Allem daran, dass unsere Zielgruppe  Webentwickler sind. Gerade für diese ist das Angebot interessant, da man  seine Webanwendung nicht nur bei uns hosten, sondern die Plattform auch  als Entwicklungsumgebung nutzen kann. Damit spart man sich direkt auch den  Administrationsaufwand für die Testumgebung und kann sich voll und ganz  auf seine Kernkompetenz, das Entwickeln von Anwendungen, konzentrieren.

<strong>Cloud Hosting &#8211; Ein Begriff der sicher vielen noch nicht ganz geläufig ist. Was kann man darunter verstehen?</strong>
<p id="internal-source-marker_0.5876693485873205">Im  Allgemeinen beschreibt Cloud Hosting die flexible Bereitstellung von  Hostingressourcen. Hier gilt es zu unterscheiden zwischen <a title="Unterschied SaaS,PaaS &amp; IaaS" href="http://blog.doubleslash.de/saas-paas-iaas-%E2%80%93-waas/" target="_blank">IaaS</a>, der  reinen Bereitstellung von Servern, und PaaS, der Bereitstellung von  Leistung. Aus unserer Sicht ist IaaS nur ein Zwischenschritt zur  optimalen Cloud Hosting-Lösung,  da ich mich als Entwickler oder Webseitenbetreiber noch immer um die  Administration kümmern und teilweise selbst die Skalierung übernehmen  muss. Deswegen setzen wir auf Platform-as-a-Service, da der Kunde hier  den größtmöglichen Nutzen hat. Er muss seine Anwendung nur hochladen und  sie läuft. Um alle weiteren Sachen kümmert sich die Plattform  selbstständig.</p>
Gerade  für Startups ist das interessant, da eine PaaS-Lösung viele derzeitigen  Hosting-Probleme, wie statische Abrechnung und schlechte  Skalierbarkeit, hohen Administrationsaufwand usw. löst und ihnen das  Leben somit deutlich erleichtert.

<strong>cloudControl  besteht mittlerweile seit mehr als 1 1/2 Jahren. Sicher gab es auch mal  den ein oder anderen Stein, der aus dem Weg geräumt werden musste&#8230;?</strong>

Die  eigentliche Idee zu cloudControl ist meinem Mitgründer Philipp Strube  zu verdanken. Er hatte Sie irgendwann im Herbst 2008 und hat dann  angefangen, sich intensiv mit dem Thema zu beschäftigen und einen Blog  (<a href="http://serverwolken.de" target="_blank">serverwolken.de</a>) darüber zu starten. Gegründet  wurde das Unternehmen dann im Januar 2009 und wir wollten es  Bootstrappen, während wir alle noch unseren Berufen/Studium nachgingen.  Als wir dann im Juli 2009 den <a href="http://www.eco.de/initiativen/7356.htm" target="_blank">eco Award im Bereich Hosting </a>gewannen,  haben wir uns entschlossen Investoren anzusprechen und uns dem  Unternehmen vollzeit zu widmen. Zum einen war es schwer, einfach mal so  seinen Job zu kündigen und sich in ein doch eher ungewisses Fahrwasser  ohne festes Einkommen zu begeben. Zum Anderen war die Investorensuche  mitten in der Kreditkrise nicht einfach. Deswegen sind wir glücklich,  dass doch alles relativ schnell geklappt hat und die <a href="http://cloudcontrol.de/unternehmen/blog/seed-finanzierung-abgeschlossen/" target="_blank">Seedfinanzierung  nach einigen Monaten</a> in trockenen Tüchern war. Geholfen hat während des  nervendaufreibenden Zeit vor allem auch die Tatsache, dass wir uns  untereinander schon seit beinahe 15 Jahren kannten.

<strong>Wie sieht die Konkurrenz von cloudControl aus und was unterscheidet euch von dieser?</strong>

Der  Betrieb von Webapplikationen ist ein Riesenmarkt, da im Grunde genommen  jede Webseite eine Hosting Lösung benötigt. Gerade Cloud Computing  bringt hier einen neuen Wind hinein, da es eine enorme Menge an  Vorteilen gegenüber dem traditionellen Hosting Geschäft bereithält.  Dementsprechend sind auch viele große Player wie Microsoft (Azure),  Google (AppEngine) und Amazon (AWS) in diesem Segment unterwegs &#8211; kein  Wunder, wenn man bedenkt, dass <a href="http://blogs.idc.com/ie/?p=922" target="_blank">IDC</a> ein  Wachstum für das gesamte Umfeld von 16,5 Mrd. USD auf 55,6 Mrd. USD  erwartet.

Natürlich  haben wir unsere eigene Abgrenzung gegenüber der Konkurrenz geschaffen.  Zum einen sitzen wir in Europa und nutzen auch nur Server die in Europa  stehen, was aus datenschutzrechtlichen Gründen wichtig ist. Zum anderen  bieten wir PHP als Sprache an, was bei den meisten Konkurrenten gar  nicht oder nur über Umwege läuft. Bei cloudControl haben wir das Credo,  das der Kunde die größtmögliche Freiheit hat. Deswegen haben wir keine  Mindestvertragslaufzeiten, komplizierten Klauseln oder Lock-In Effekte  eingebaut. Wir setzen auf verschiedene Open-Source Komponenten wie  Apache, MySQL oder Varnish, die es erlauben, seine Anwendung flexibel zu  verlagern. Zudem zahlen Kunden nur für das, was sie tatsächlich  verbrauchen.

In  Zukunft werden wir noch eine Vielzahl von Addons hinzufügen, die es  Entwicklern erlauben, nützliche Zusatzfunktionen auf einfachste Art und  Weise für ihre Applikation hinzuzufügen &#8211; etwas, was bisher nur sehr  wenige Anbieter bieten.

<strong>Ihr habt Anfang des Jahres eine Kapitalspritze erhalten. Wie wird für euch das Jahr 2010 aus finanzieller Sicht laufen?</strong>
<p id="internal-source-marker_0.5876693485873205">Wie  schon oben beschrieben erleichtert die Finanzierung natürlich vieles.  Man muss nicht mehr von seinem Ersparten leben und kann sich ein  ordentliches Büro mieten und Angestellte einstellen, welche die  Entwicklung der Software deutlich vorantreiben. Bisher sind wir im  Zeitplan und befinden uns gerade in der kostenlosen Beta, bei der noch  kein Geld fließt. Das Feedback war bisher sehr positiv und wir haben  wichtige Erkenntnisse gewonnen, die uns helfen die Plattform weiter zu  optimieren.  Zudem haben bereits einige Betatester Interesse geäußert, ihre  Webanwendungen auch nach der Beta mit cloudControl zu hosten, was ab  September möglich sein wird.</p>
<strong>Warum habt Ihr euch für die Gründung einer UG entschieden?</strong>
<p id="internal-source-marker_0.5876693485873205">Wir  haben die UG gegründet, um direkt eine eigene juristische Person zu  haben, die die gewerblichen Schutzrechte und Güter der Gesellschaft  hält. Dies ist gerade für eine Finanzierungsrunde von Vorteil, da sich an  dieser der VC/Business Angel direkt beteiligen kann.</p>
Für  diesen Zweck bot sich die UG als günstigste und praktikabelste Form an.  Wir hätten auch eine Ltd. nehmen können, aber diese ist mit etwas mehr  Aufwand hinsichtlich Buchführung verbunden und aus eigener Erfahrung in  Deutschland teilweise etwas verrufen. Mittelfristig ist aber eine  Wandlung zur GmbH geplant.

<strong>Welche Web- und Tech-Trends verfolgst du mit besonderer Begeisterung?</strong>

Persönlich  finde ich die Entwicklung rund um den Bereich Tablet PCs gerade sehr spannend. Ich könnte mir gut vorstellen eins im Alltag zu nutzen,  wobei es wahrscheinlich kein iPad wird, da ich kein Apple  Nutzer bin und das Konzept des Closed Marketplace mit Lock-In Effekt  eher abschreckend auf mich wirkt.

Ansonsten beschäftige ich mich gerne  mit Themen aus dem VC / Entrepreneurship Bereich, die sich darum drehen,  wie man den Prozess einer Firmengründung optimiert (Stichwort Lean  Start-up, Rapid Prototyping, ABTesting etc.).

<strong>Wie geht es für dich persönlich weiter?</strong>

Ich  sehe mich in den nächsten Jahren weiterhin bei cloudControl. Mein  Aufgabenbereich hat sich in den letzten Monaten gerade in den Bereichen  Marketing und Sales deutlich erweitert. Hier gibt es noch vieles zu tun  und vieles zu lernen. Ich werde auch mein Blogging bei <a href="http://gruenderszene.de" target="_blank">Gründerszene</a> zum Thema Finanzen weiterführen. Zudem arbeite  ich gerade daran, einen eigenen Blog mit Lessons Learned aus dem  Startupleben ins Leben zu rufen.

<strong>Zu guter Letzt: Hast du noch einen entscheidenden Rat, den du anderen Existenzgründern mitgeben möchtest?</strong>

Zu den Dingen, die ich über die letzten 1,5 Jahre gelernt habe, zählen vor Allem:
<ul>
	<li>Zeit für eine Seedfinanzierung einplanen. Es dauert doch immer länger als man denkt.</li>
	<li>Die  richtigen Investoren ansprechen. Verschwendet keine Zeit damit,  Investoren anzusprechen, die nicht in eurem Segment, eurer Größenklasse  oder eurer Runde finanzieren.</li>
	<li>Mit  möglichst vielen Leuten (Zielgruppe, nicht eure Verwandten) über die  Idee sprechen. Das Risiko, dass euch jemand die Idee klaut ist meist  recht gering, das Verbesserungspotenzial durch viel Feedback jedoch sehr  groß.</li>
	<li>Flexibilität  behalten. Wenn man merkt, dass es in die eine Richtung nicht geht oder  eine Andere deutlich attraktiver ist, dann sollte man einfach  umschwenken. Ein Businessplan ist nicht in Stein gemeißelt.</li>
</ul>
<strong>Thomas, vielen herzlichen Dank für das interessante Interview. Ich wünsche euch viel Erfolg mit <a href="http://www.cloudcontrol.de/" target="_blank">cloudControl</a>!</strong>
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